Erfahrungsbericht: Job-Shadowing an Pôle Formation Uimm in Poitiers, Frankreich
Im Rahmen unseres Erasmus+ Programms hatten wir die Gelegenheit, an einem insgesamt zweiwöchigen Job-Shadowing an der Berufsschule Pôle Formation Uimm in Poitiers, Frankreich teilzunehmen. Diese Erfahrung war nicht nur bereichernd, sondern auch inspirierend und bot uns viele neue Perspektiven für unseren eigenen Unterricht.
Unser Aufenthalt begann mit einer Besichtigung des Schulgeländes und der technischen Werkstätten. Besonders beeindruckend war die moderne Ausstattung, die uns einen Einblick in die praxisorientierte Ausbildung der Schülerinnen und Schüler ermöglichte. Ein weiteres Highlight war die Führung durch den Betrieb “Forsee Power”, wo wir die enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Industrie erleben konnten.
Während unseres Aufenthalts hospitierten wir täglich im Englisch-, Mathematik-, Politik- und Geografieunterricht. Zusätzlich konnten wir in den Werkstätten auch Eindrücke von der praktischen Ausbildung der französischen Lernenden gewinnen. Diese Hospitationen gaben uns wertvolle Einblicke in die Unterrichtsmethoden unserer französischen Kolleginnen und Kollegen. Besonders interessant war der interaktive und schülerzentrierte Ansatz, der den Unterricht sehr lebendig und ansprechend gestaltete. Diese Erfahrung erweiterte unsere didaktische Kompetenz erheblich.
Um ein umfassendes Bild von der Schulgemeinschaft zu erhalten, führten wir Interviews und Befragungen mit den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften durch. Diese Gespräche waren äußerst aufschlussreich und halfen uns, die Herausforderungen und Erfolge des französischen Bildungssystems besser zu verstehen. Dadurch konnten wir unsere kommunikative Kompetenz stärken. Diese kommunikative Kompetenz wurde auch bei außerschulischen Aktivitäten, z.B. bei einem Ausflug nach La Rochelle, mit den französischen Lehrkräften weiter ausgebaut.
Ein besonderes Highlight war die Planung und Durchführung einer Englischstunde zur interkulturellen Verständigung. Diese Stunde ermöglichte es uns, unsere eigenen Unterrichtsmethoden einzubringen und gleichzeitig den Schülerinnen und Schülern die Bedeutung der interkulturellen Kommunikation näherzubringen. Dies trug wesentlich zur Erweiterung unserer interkulturellen Kompetenz bei. Ein weiteres innovatives Element war die Planung und Durchführung einer Virtual-Reality-Aktivität, die den Schülerinnen und Schülern eine spannende Möglichkeit bot, neue Technologien zu erleben und unsere technologische sowie soziale Kompetenz zu erweitern. Auch der Besuch des Freizeitparks „Futuroscope“, bei dem wir vor der offiziellen Öffnungszeit den Ausbildungsplatz zweier Schüler kennenlernen und erleben durften, bot ungewohnte Einblicke in die Technologie hinter den Fahrgeschäften und ließ Schüler wie Lehrkräfte staunen.
Abgerundet wurde unser Aufenthalt durch eine Stadtführung in Poitiers, bei der wir die kulturellen und historischen Besonderheiten der Region kennenlernen konnten.
Insgesamt war das Job-Shadowing an der Berufsschule in Frankreich eine äußerst bereichernde Erfahrung. Wir konnten viele neue Ideen und Ansätze mitnehmen, die wir nun in unseren eigenen Unterricht integrieren möchten. Die Zusammenarbeit und der Austausch mit unseren französischen Kolleginnen und Kollegen haben uns gezeigt, wie wertvoll internationale Bildungsprojekte sein können.
(Text C. Peter, S. Neersen und S. Schmidt)