Verabschiedung der Absolventinnen und Absolventen der Höheren Berufsfachschule für Sozialassistenz
Zu Beginn der Veranstaltung heißt Herr Holger Leinweber die Schülerinnen und Schüler, ihre Eltern, Lehrkräfte, Freunde und weiteren Gäste herzlich willkommen.
Heute sei ein Tag des Feierns, die Absolventinnen und Absolventen haben ihren Abschluss geschafft und dürfen sich nun STAATLICH GEPRÜFTE SOZIALASSISTENTIN / STAATLICH GEPRÜFTER SOZIALASSISTENT nennen.
Dies sei ein Meilenstein, der Türen öffnet, Wege bereitet und sie in eine Zukunft entlässt, die sie nun selbst gestalten dürfen.
Lehrende können viel von Einsteins Haltung lernen, er sagte: „Ich unterrichte meine Schüler nie, ich versuche nur, Bedingungen zu schaffen, unter denen sie lernen können.“ In diesem Zitat zeige sich ein erweitertes Verständnis zu gelingenden Lernprozessen. „Wenn wir das möglichst oft beherzigt haben, dann haben wir die Absolventinnen und Absolventen ein Stück weit befähigt, lebenslang zu lernen“, so der Schulleiter. Das sei eine der wichtigsten Kompetenzen, die man sich in Schule aneignen sollte.
Wenn die Absolventinnen und Absolventen nun einen pädagogischen Beruf ergreifen, dann haben auch sie die großartige Chance, Kinder und Jugendliche in deren Entwicklung zu begleiten, ihnen Chancen zu eröffnen und neue Wege zu ermöglichen. Dies sei eine überaus erfüllende und sinnhafte Aufgabe.
Für ihren lebenslangen Lernprozess und ihre persönliche und berufliche Zukunft wünscht der Schulleiter alles Gute. Die Abschlusszeugnisse überreicht im Anschluss die Klassenlehrerin Frau Schmidt. Ihr und allen anderen Lehrkräften lag die Beratung und Begleitung der Schülerinnen und Schüler in diesen zwei Jahren sehr am Herzen.
In ihrer Rede vergleicht Simone Schmidt das pädagogische Arbeiten mit einem Eisberg. Die Absolventinnen und Absolventen haben in ihrer Ausbildung die Spitze und das, was an der Oberfläche und vielleicht kurz darunter sichtbar ist, durchdringen können. Wichtig sei, dass sie als pädagogische Fachkräfte auch die tieferen Schichten verstehen und den bisher verborgenen Teil des Eisbergs erkunden. Gerade bei der Arbeit mit Kindern, Menschen mit Behinderung oder Menschen in prekären Lebenslagen sei es essenziell, ihre individuellen Bedürfnisse und Eigenheiten noch tiefer zu erfassen. Manche gelernten Inhalte werden den Absolventinnen und Absolventen in der weiteren Ausbildung noch einmal begegnen, nicht nur, um bereits Gelerntes zu festigen sondern auch um Neues zu entdecken. Es sei wichtig, sich immer wieder auf bekannte Themen einzulassen und darauf zu vertrauen, dass durch wiederholtes Nachfragen, Reflektieren und Üben tieferes Verständnis gewonnen wird. Dabei gelte: Nicht denken: „das kann ich schon“ und dann gedanklich abschalten, sondern offen bleiben für Neues. So werden nach und nach die Fähigkeiten erarbeitet, die gebraucht werden, um die tieferen Schichten des Eisbergs zu entdecken. Dies koste Mühe und Arbeit, aber sei sehr lohnenswert.
Zu den Zeugnissen überreicht die Klassenlehrerin Lupen. Neben dem genauen Hinschauen soll die Lupe daran erinnern, dass es in der pädagogischen Arbeit meist nicht nur die eine richtige Lösung gibt, sondern dass man sich wie ein Detektiv immer auf die Suche nach der besten Lösung für die individuelle Person machen muss. Jede dieser Personen ist sozusagen ein Eisberg für sich, den es bis in die tieferen Schichten zu erkunden gilt.
Bericht: Sabine Rickelt
Namensliste der Absolventinnen und Absolventen
Klassenlehrerin: Simone Schmidt
Nele Barth
Leandra Brehmer
Slawik Hamula
Elena Jacobi
Elina Klingelhöfer
Lina Kurzal
Ellen Lixfeld
Emily Palmerich
Paula Palmerich
Niko Patt
Alina Schäfer
Nick Schlitzkus
Tabea Schneider
Luke Theofel
Patricia Völzing

